Auswahlkriterium Holzhärte

07.01.2016 23:25 | Böden

Jeder, der schon einmal selbst Laminat, Parkett oder Vinyl ausgesucht und verlegt hat, wird bestätigen können, dass die Auswahl des richtigen Bodens aufgrund der großen Vielfalt nicht einfach ist. Sie berücksichtigen Kriterien wie die Art des Bodenbelages, (z. B. 3-Schicht Landhausdielen), Optik, Verlegart, Oberflächenbehandlung, den Einsatz einer geeigneten Trittschalldämmung etc.

Eine Sache sollte dabei allerdings nicht in Vergessenheit geraten: Damit Ihr Boden für lange Zeit schön und funktional ist sollte er, entsprechend der Beanspruchung des jeweiligen Raumes, ausreichend belastbar sein, d.h. je höher die Frequentierung des Raumes, desto belastbarer muss der Boden sein. In öffentlichen Einrichtungen müssen daher meist Parkettböden verlegt werden, die einer häufigen Nutzung und Beanspruchung durch Stuhlrollen, Schuhabsätzen und natürlich einer täglichen Reinigung standhalten. Immer öfter finden inzwischen aber auch Vinylböden Verwendung.

Als Entscheidungshilfe sollten Sie beim Kauf von Parkett auf den Wert der Brinellhärte der zur Produktion des Bodens verwendeten Holzart achten. Der Brinellwert wird in N/m² angegeben und gibt Auskunft darüber, wir belastbar der Parkettboden ist.

Wie kommt dieser Wert zustande und was besagt er?

Die Brinell-Härte zeigt Ihnen, wie widerstandsfähig bzw. belastbar das Holz ist. Für die Ermittlung dieses Werts wird eine 10 mm große Stahlkugel für eine bestimmte Zeit mit einer festgelegten Kraft in das Holz, sprich das Parkett, gedrückt.

 
Je nachdem wie groß anschließend die dabei entstandene Delle ist, wird dem Parkett ein entsprechender Brinellwert zugewiesen. Da es sich bei Holz um ein natürlich gewachsenes Material handelt, unterscheiden sich die Parkett-Eigenschaften aber nicht nur zwischen verschiedenen Holzarten, sondern auch innerhalb einer Holzart (Jeder Baum ist einzigartig). Dadurch kann es sein, dass für die gleiche Holzart unterschiedliche Brinellwerte angegeben sein können. Aufgrund dieser Tatsache erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Brinellwerte.

Abschließend können wir folgendes festhalten: Je höher die Brinell-Härte eines Boden ist, desto belastbarer ist er und umso stärker kann er beansprucht werden. Erfahrungsgemäß besitzen einheimische Nadelhölzer, aber auch Exoten wie z. B. Bambus, Merbau, Wenge oder Doussie die höchsten Brinellwerte.

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